Neue Westfälische: 15 Dinge, die Sie über Michael Gugat wissen sollten

Die Neue Westfälische hat mich in ihrer Serie zur OB-Wahl 2025 porträtiert – mit 15 Fakten über mich, meine politische Arbeit und meine Haltung. Von meinen Anfängen im Stadtrat über mein Engagement gegen Rechts bis zu meinen Zielen für Bielefeld.

Kommunalwahl in Bielefeld – die Bewerber für das Oberbürgermeister-Amt
15 Dinge, die Sie über Michael Gugat wissen sollten

Der Marketingmanager tritt für die Lokaldemokratie in Bielefeld (LiB) an. Er stehe für eine Politik der sozialen Gerechtigkeit, sagt Gugat, der sich auch im Bündnis gegen Rechts engagiert.

Michael Schlög­er

Bielefeld. Am 14. September ist Kommunalwahl. Zehn Männer und Frauen bewerben sich in Bielefeld um das Oberbürgermeister-Amt. Gewählt ist, wer im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen holt. Schafft das keiner, gibt es am 28. September eine Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten. Die „NW“ stellt die Bewerberinnen und Bewerber jeweils anhand von 15 Fakten vor. Diesmal: Michael Gugat.

  1. Michael Gugat ist 52 Jahre alt und in Oldenburg geboren. Seit 2008 lebt er in Bielefeld.
  2. Von Beruf ist er Marketingmanager. Bereits seit elf Jahren ist Gugat Mitglied des Rates.
  3. „Politisch interessiert war ich schon immer“, sagt er über sich. Doch in eine Partei eingetreten ist er erst 2011. Damals wurde er Mitglied der Piratenpartei.
  4. Für die Piraten trat er 2014 bei der Kommunalwahl an. Seinerzeit holte die Piraten einen Ratssitz – auf Gugat Platz nahm. Später bildeten die Piraten eine gemeinsame Ratsgruppe mit der Wählerinitiative „Bürgernähe“.
  5. Diese Ratsgruppe wurde schließlich Teil der sogenannten Paprikakoalition aus SPD und Grünen.
    Die Piraten waren auf einmal „Regierungspartei“. „Von den Erfahrungen, die ich damals in der Koalition gesammelt habe, profitiere ich bis heute“, sagt er.
    Und er ist der Meinung: „Wir waren eine echte Arbeitskoalition.“ Davon habe auch die aktuelle rot-grün-rote Koalition noch zehren können.
  6. Gugat jedoch verließ die Piraten. Auch mit der Bürgernähe kam es zum Streit. 2019 wurde Gugat deshalb Initiator der neuen Wählergemeinschaft „Lokaldemokratie in Bielefeld“.
  7. Und die schaffte 2020 ganz knapp den Sprung ins Stadtparlament. Weil es keine Fünf-Prozent-Hürde bei Kommunalwahlen gibt, reichten 0,95 Prozent oder 1.285 Stimmen für einen Ratssitz. Gugat war wieder drin im Rat.
  8. Und das will Gugat bei der anstehenden Wahl vertreten: Die LiB sei „sozial, ökologisch, pragmatisch, liberal, multikulturell, feministisch, progressiv und dabei konsequent kommunal auf Bielefeld ausgerichtet“.
  9. „Wir haben keine Parteizentrale in Berlin, aber gute Ideen für Bielefeld“, fasst Gugat das zusammen.
  10. Gugat engagiert sich vielfältig ehrenamtlich. Er war Gründer und Projektleiter der Solidarischen Corona-Hilfe Bielefeld, Gründer der Initiative „Geflüchtete willkommen“ in Bielefeld und ist Sprecher des Sprecherrates des Bielefelder Bündnisses gegen Rechts.
  11. Als OB-Kandidat will Gugat nicht an einer Podiumsdiskussion teilnehmen, bei der auch ein Vertreter der AfD dabei ist. Eine solche Veranstaltung, zu der auch sein Mitbewerber Florian Sander eingeladen wird. Da ist er konsequent.
  12. „Wer dieser Partei eine Bühne bietet, normalisiert menschenfeindliche, antidemokratische und hetzerische Positionen“, begründet er seine Haltung. „Es ist nicht akzeptabel, einen Vertreter einer Partei einzuladen, die gegen Minderheiten hetzt, demokratische Institutionen verächtlich macht und sich regelmäßig zum parlamentarischen Arm völkisch-autoritären Denkens stilisiert.“
  13. Für die LiB wünscht er sich mindestens zwei Sitze im Rat. Drei seien noch besser. Das würde der Wählergemeinschaft und den Fraktionsstatus und mehr Handlungsmöglichkeiten bieten.
  14. Er stehe für eine Politik der sozialen Gerechtigkeit und für eine funktionale kommunale Infrastruktur, sagt Gugat über sich. Ich kandidiere für das Amt des Oberbürgermeisters. Nicht nur für Bielefeld – sondern mit Bielefeld.“
  15. Sein Credo: „Ich möchte das Leben für alle Menschen in Bielefeld ein Stück leichter machen – durch soziale Teilhabe und kluge Stadtentwicklung, durch Pragmatismus und lösungsorientiertes Handeln.“