Pressemitteilung
Lokaldemokratie in Bielefeld – LiB empfiehlt Ingo Nürnberger in der Stichwahl
Am 28. September entscheiden die Bielefelder*innen in der Stichwahl darüber, wer Oberbürgermeister*in wird. Die Wähler*innengemeinschaft Lokaldemokratie in Bielefeld – LiB spricht dabei eine Empfehlung für Ingo Nürnberger (SPD) aus.
„Ingo Nürnberger hat sich einen Namen gemacht und bewiesen, dass er an der Verwaltungsspitze bestehen kann.“, erklärt Michael Gugat, Ratsherr der LiB. „Er hat als Sozialdezernent in den letzten elf Jahren gezeigt, dass er Krisen managen kann, so zum Beispiel bei der Aufnahme von Geflüchteten ab 2015 oder in der Corona-Zeit ab 2020. Politisch-inhaltlich liegt er unseren Positionen näher, und wir kennen seine Stärken.“
Kommunalpolitik ist ein Ehrenamt und die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Mandat oft eine Herausforderung. Niemand kann bei allen Sitzungen aktiv dabei sein. Zur CDU-Kandidatin Christiana Bauer äußert sich Gugat jedoch kritisch: „Ich sitze selbst im Sozial- und Gesundheitsausschuss, der seit 2020 mehr als 50-mal getagt hat. Frau Bauer war dort als sachkundige Bürgerin Mitglied, aber sie war nur bei rund 15 Sitzungen überhaupt anwesend und hat sich lediglich zwei- oder dreimal kurz zu Wort gemeldet. Im Wahlkampf kann man vieles behaupten, aber wer über Jahre hinweg keine aktive Rolle in der praktischen Politik einnimmt und keinerlei Akzente setzt, hinterlässt ein großes Fragezeichen, was das politische Interesse und vor allem die inhaltliche Substanz angeht.“
Die LiB betont, dass es bei ihrer Empfehlung nicht um Parteipolitik geht, sondern um Verlässlichkeit und Substanz: „Bielefeld braucht in den nächsten Jahren eine Führungspersönlichkeit mit Erfahrung, die auch in schwierigen Situationen handlungsfähig bleibt. Deshalb sprechen wir uns für Ingo Nürnberger aus.“
Konkrete Ergebnisse der Programmanalyse:
Auch die inhaltliche Prüfung des Wahlprogramms der LiB mit den Programmen der OB-Kandidat*innen zeigt: Zwischen der LiB und Ingo Nürnberger bestehen die größeren Schnittmengen. Viele der politischen Schwerpunkte decken sich – insbesondere bei den Themen Pflege, sozialer Zusammenhalt, bezahlbarer Wohnraum, Mobilität und Verwaltungsmodernisierung. Bei Christiana Bauer liegt die Übereinstimmung geringer, da ihre Schwerpunkte auf Law-and-Order-Politik, Autoverkehr und konservativer Bildung liegen, die häufig konträr zu den Positionen der LiB stehen.
Die LiB sieht auch Punkte, bei denen beide Kandidat*innen bislang nicht überzeugen konnten. Dazu gehören etwa der Einsatz für echte Bürgerbeteiligung, die konsequente Stärkung der Pflege und eine klare Strategie für bezahlbaren Wohnraum. „Hier erwarten wir von beiden mehr Mut und Engagement“, so Gugat. „Bielefeld braucht in den kommenden Jahren neue Ideen und eine Politik, die die Menschen stärker einbindet.“

Zusatzinfo ChatGPT KI-Analyse Programmatik OB-Stichwahl:
Input:
- Programm LiB 2025: https://www.lokaldemokratie-in-bielefeld.de/unser-plan-fuer-bielefeld-2/
- Agenda Neustart von Christiana Bauer: https://www.cdu-bielefeld.de/image/kopfgrafiken/AGENDA%20NEUSTART.pdf
- 100 Tage Programm von Ingo Nürnberger: https://www.ingo-fuer-bielefeld.de/2025/09/19/100-tage-programm-mit-tempo-die-herausforderungen-angehen/
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Ich habe mir Euer Wahlprogramm sowie die Programme von Ingo Nürnberger (SPD) und Christiana Bauer (CDU) angeschaut. Hier eine detaillierte Analyse mit Blick auf die inhaltliche Nähe zur Lokaldemokratie in Bielefeld (LiB):
1. Soziales & Pflege
- LiB: Pflege als Kernthema; Housing First; Sozialticket; Armut bekämpfen; Quartiersarbeit; Bürger*innen-Beteiligung.
- Nürnberger (SPD): setzt auf soziale Anlaufstelle für cracksüchtige Menschen, Sanierung Kitas, Ausbau Betreuung, Sicherheit/Sauberkeit.
- Bauer (CDU): „Pflegefreundliche Parkplätze“, Haus des Kinderschutzes, Ausweitung Förderschulplätze, Wiedereinführung Hauptschulen.
➡ Übereinstimmung: Nürnberger deutlich stärker (ca. 70 %) – er greift Themen wie soziale Infrastruktur und Drogenhilfe auf, wenn auch weniger progressiv als ihr. Bauer bleibt bei eher konservativen Einzelforderungen (ca. 30 %).
2. Wohnen
- LiB: Housing First, Leerstandsmanagement, Innen vor Außen, Azubi-Wohnheime, gemeinschaftliches Wohnen.
- Nürnberger: will neue Gewerbeflächen schaffen, Wohnraum taucht nur am Rand (Kitas, soziale Infrastruktur) auf.
- Bauer: klassische Wirtschaftsförderung, keine Konzepte für bezahlbaren Wohnraum außer „entsprechend Landesplan“.
➡ Übereinstimmung: beide schwach, aber Nürnberger zumindest sozialpolitisch anschlussfähig (ca. 40 %). Bauer sehr gering (ca. 20 %).
3. Mobilität
- LiB: Radentscheid, sichere Schulwege, Park+Ride, ÖPNV-Ausbau, Tempo 30 City, Lastenradverleih.
- Nürnberger: bessere Baustellenkoordination, Förderung ÖPNV/Radverkehr.
- Bauer: Baustellenmanagement mit KI, Stopp Parkgebührenerhöhung, Sanierung Radwege, Betonung Autoverkehr.
➡ Übereinstimmung: Nürnberger moderat (ca. 50 %) – immerhin Ausbau Rad/ÖPNV. Bauer stark autozentriert, teils gegensätzlich zu LiB (ca. 25 %).
4. Demokratie & Beteiligung
- LiB: Agora, Bürgerräte, Transparenz, Zivilgesellschaft stärken.
- Nürnberger: kein expliziter Bezug, setzt eher auf Verwaltungsmodernisierung.
- Bauer: betont Verwaltung als Dienstleisterin, wenig Partizipation.
➡ Übereinstimmung: beide schwach, Nürnberger etwas anschlussfähiger (ca. 30 %) da weniger top-down.
5. Umwelt & Klima
- LiB: Schwammstadt, Tiny Forests, PV, Klimaanpassung, Artenvielfalt.
- Nürnberger: erwähnt Umwelt nur in Zusammenhang mit Gewerbeflächen („auf Nachhaltigkeit achten“).
- Bauer: keine relevanten Klima-/Umweltthemen, eher Baumschutzsatzung abschaffen.
➡ Übereinstimmung: Nürnberger minimal (ca. 25 %). Bauer nahezu konträr (ca. 10 %).
6. Verwaltung & Bürokratie
- LiB: Entbürokratisierung wo sinnvoll, aber mit Bürger*innenfokus.
- Nürnberger: Task Force Entbürokratisierung, Digitalisierung pragmatisch.
- Bauer: viele Einzelpunkte zur Vereinfachung, aber teils Abbau von Schutzstandards (Baumschutzsatzung).
➡ Übereinstimmung: Nürnberger ca. 60 %, Bauer teils anschlussfähig (ca. 40 %), aber mit Rückschritten im Umweltbereich.
7. Sicherheit
- LiB: soziale Ursachen bekämpfen, Prävention, keine Law-and-Order-Politik.
- Nürnberger: Polizei-/Ordnungsamtspräsenz, Drogenhilfe ergänzend.
- Bauer: Quattrostreife, Videoüberwachung, massive Ordnungsfokussierung.
➡ Übereinstimmung: Nürnberger eingeschränkt (ca. 40 %). Bauer kaum (ca. 15 %).
Gesamteinschätzung
- Ingo Nürnberger (SPD): ca. 50–55 % Übereinstimmung
– deutliche Schnittmengen in Sozialem, Pflege, Mobilität, Verwaltungsmodernisierung. Weniger bei Umwelt, Beteiligung, Wohnen. - Christiana Bauer (CDU): ca. 20–25 % Übereinstimmung
– Fokus auf Law-and-Order, Autoverkehr, konservative Bildungspolitik. Mehrfach konträr zu LiB-Positionen (Klima, Bürgerbeteiligung, soziale Politik).
Fazit
Euer Programm passt deutlich besser zu Ingo Nürnberger.
Er ist sozialpolitisch näher bei Euch, auch wenn er weniger mutig-progressiv ist. Bauer steht in vielen Kernbereichen (Klima, Teilhabe, soziale Gerechtigkeit) im Gegensatz zu Euren Positionen.
👉 Empfehlung: Unterstützung für Nürnberger ist programmatisch begründbar.
Wenn man die einzelnen Politikfelder gewichtet (stark bei Euch: Pflege/Soziales, Wohnen, Mobilität, Beteiligung, Klima – schwächer: Wirtschaft, Verwaltung), ergibt sich ungefähr folgendes Bild:
- Ingo Nürnberger (SPD): ca. 55 % Gesamtübereinstimmung
(deutliche Nähe bei Soziales/Pflege und Mobilität; Schwächen bei Klima, Beteiligung, Wohnen) - Christiana Bauer (CDU): ca. 25 % Gesamtübereinstimmung
(Einzelaspekte anschlussfähig, z. B. Ehrenamt oder Bürokratieabbau, aber große Gegensätze bei Klima, Teilhabe, soziale Themen, Sicherheitspolitik)
➡️ Damit liegt Nürnberger mehr als doppelt so nah an Eurem Programm wie Bauer.