Im Wahlkampf schießen sie gerade wie Pilze aus dem Boden: die 7-Punkte-Pläne für Wirtschaft, die 6-Punkte-Pläne fürs Parken, die 5-Punkte-Pläne für Familien. Wahrscheinlich kommt die AfD demnächst sogar mit einem 88-Punkte-Plan für Hass. Da ist viel Zauberei dabei und Versprechungen, die nicht gehalten werden können.
Wir gehen einen anderen Weg. Keine Zauberformeln, keine Luftschlösser. Sondern ein Blick auf die wirklichen Knackpunkte in Bielefeld und wie wir sie realistisch einordnen müssen. Natürlich braucht es Ziele und wir wollen in jedem Bereich besser werden. Aber eben ehrlich, Schritt für Schritt und mit Bodenhaftung.
LiB 10-Punkte-Mit-beiden-Beinen-auf-dem-Boden-Plan
1. Vielfalt ist Realität – und das ist gut so.
43 % der Bielefelder*innen haben einen Migrationshintergrund. Sie sind keine Randgruppe, sondern ein wertvoller Teil unserer Stadtgesellschaft. Bielefeld ist reicher und lebendiger, weil sie hier sind.
2. Baustellen gehören dazu – und machen Infrastruktur besser.
Rund 8.000 Baustellen pro Jahr nerven. Und es werden mehr. Denn unsere Infrastruktur ist zum Teil über 120 Jahre alt. Zaubertricks bei der Koordination gibt es nicht, egal, wer das verspricht. Wer Straßen und Netze erhalten will, muss mit Baustellen leben.
3. Bielefeld ist sicher – und soll es bleiben.
Platz 7 unter den sichersten Großstädten Deutschlands. Egal, was Social Media oder Schlagzeilen suggerieren: Bielefeld ist und bleibt eine sichere Stadt. Angst ist ein schlechter Ratgeber.
4. Der Straßenraum ist voll – mehr Platz für alle.
Unser Straßenraum ist hunderte Jahre alt und stammt aus Kutschenzeiten. Heute gibt es schlicht zu viele Autos dafür. Mehr Platz für Rad, Bus, Bahn und Fußverkehr ist keine Ideologie, sondern pure Notwendigkeit.
5. Wir sind eine soziale Stadt – und stolz drauf.
Bielefeld lebt von Kooperation, Nachbarschaft und Zusammenhalt. Ja, Ostwestfalen meckern gerne, aber im Kern sind wir eine freundliche, solidarische Stadt. Wir werden das fördern.
6. Wohnen bleibt ein dickes Brett – Ideen sind gefragt.
Es gibt nicht die eine Lösung. Wir brauchen Neubau, aber auch Leerstandsmanagement, Umbau und faire Mieten. Über Nacht wird das Problem nicht verschwinden, aber wir können Schritt für Schritt besser werden.
7. Die Stadtkasse ist knapp – wofür wollen wir das Geld ausgeben?
Bielefeld ist hoch verschuldet. Niemand wird das in einer Wahlperiode ändern. Aber wir können Prioritäten setzen. Für das, was die Lebensqualität sichert, statt nur Schulden zu verwalten.
8. Klimaschutz ist kein Sprint – sondern ein Dauerlauf.
Klimaneutralität braucht wahrscheinlich Jahrzehnte. Jeder Schritt zählt: Von Solaranlagen auf Dächern bis Tiny Forests und einer echten Verkehrswende. Es gibt keinen schnellen Fix, aber viele konkrete Wege.
9. Pflege ist am Limit – aber wir können lokal erleichtern.
Der Pflegenotstand verschwindet nicht durch Sonntagsreden. Wir können aber lokal unterstützen: mit 500 Sonderparkplätzen für Pflegedienste, einem dauerhaften Pflegegipfel, barrierearmen Wegen, Entlastung für Angehörige und einer Stadtplanung, die Pflege mitdenkt. Denn Menschenwürde endet nicht an der Haustür.
10. Klare Kante gegen Rechts.
Die AfD ist eine rechtsextremistische, völkisch-nationalistische Partei.
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