🎶 KesselKidz gestartet: Musik, Teilhabe und gute Laune am Grünen Würfel

Am Mittwoch startete auf dem Kesselbrink die diesjährige Reihe KesselKidz, welches ein kostenloses Musikangebot für Kinder und Familien ist, das den Platz mitten in Bielefeld jeden Mittwoch im Juli in eine fröhliche Klanglandschaft verwandelt.

Für die Lokaldemokratie in Bielefeld war unser Kandidat Pablo Bieder beim Auftakt vor Ort. Bei bestem Wetter, guter Stimmung und einem gut besuchten Konzert war schnell klar: Hier geht es um mehr als Unterhaltung. Kulturelle Teilhabe für Kinder, gerade in den Sommerferien, ist kein Luxus, sondern ein wichtiger Beitrag für ein lebenswertes Bielefeld.

Solche niederschwelligen Angebote ermöglichen Teilhabe für alle – und müssen langfristig gesichert werden“, so Pablo Bieder. „Dabei sollte die Stadt den Organisator*innen mehr Möglichkeiten geben, durch Netzwerke weitere Förderer zu gewinnen.

Auch der Veranstaltungsort war Thema: Der Kesselbrink ist mehr als nur Problemzone. Der Grüne Würfel, die Skaterszene, Familienangebote und Kulturveranstaltungen wie KesselKidz zeigen: Der Platz funktioniert – wenn man ihn lässt.

Die Veranstaltungsreihe wird organisiert von Newtone/Randale, dem Kulturamt Bielefeld, dem Netzwerk Kindermusik e.V. sowie lokalen Partnern wie OWL zeigt Herz e.V. und der Volksbank in Ostwestfalen eG.

👉 Die KesselKidz finden noch bis Ende Juli immer mittwochs um 16 Uhr auf der Terrasse des Grünen Würfels statt – Eintritt frei! Hier alle Infos: https://www.bielefeld.jetzt/kesselkidz

Von links nach rechts: Vertreterin Volksbank, Brigitte Brand (Kulturamtsleiterin), Jochen Vahle (Newtone/Randale), Ingo Nürnberger (OB-Kandidat SPD), Pablo Bieder (LiB), Dominic Hallau (OB-Kandidat Grüne)

Auszüge aus unserem Wahlprogramm:

Kulturstadt Bielefeld gestalten – vielfältig, zugänglich, gemeinsam

Kultur ist in Bielefeld keine Nebensache. Sie ist Bildungsort, Identitätsraum, Begegnungsfläche und ein wesentlicher Baustein einer offenen Stadtgesellschaft. Ob in großen Häusern wie Theater, Kunsthalle oder Museen, ob in Kulturhäusern, Musikclubs, im öffentlichen Raum oder im selbstorganisierten Kollektiv: Die kulturelle Vielfalt Bielefelds ist Ausdruck einer lebendigen Stadt. Wir wollen diese Vielfalt erhalten, stärken und weiterentwickeln.

Dazu gehört ein klares Bekenntnis zu den zentralen Kultureinrichtungen – und ebenso die Förderung der freien Szene. Kultur braucht sichere Räume, planbare Förderung, faire Arbeitsbedingungen und strukturelle Unterstützung. Sie braucht Orte wie den Ravensberger Park, die für viele nutzbar sind. Sie braucht kulturelle Bildung von Anfang an, damit Kinder und Jugendliche in ihrer Kreativität gefördert werden unabhängig von Herkunft oder Einkommen.

Kulturelle Teilhabe heißt auch: Barrierefreiheit, niedrigschwellige Angebote, Zusammenarbeit mit Schulen und Stadtteilen, stärkere Sichtbarkeit vielfältiger Perspektiven. Und es heißt: Kultur darf nicht an Eintritt, Sprache oder Systemlogik scheitern, weder auf der Straße noch im Museum, weder in der Bandprobe noch im Stadttheater.

Wir setzen uns ein für eine Kulturpolitik, die den Kulturentwicklungsplan umsetzt, statt ihn nur zu verabschieden. Für eine Stadt, die ihre Clubs nicht besteuert, sondern schützt. Für eine Szene, die nicht an Raummangel scheitert. Für Museen, die offen sind für neue Formate. Und für eine Kulturverwaltung, die ermöglicht statt verwaltet.

Bielefeld hat das Potenzial, eine Stadt zu sein, in der Kultur viele Orte hat und viele Menschen erreicht. Wir arbeiten daran, dass dieses Potenzial genutzt wird. Schritt für Schritt. Zusammen mit denen, die Kultur machen. Und für alle, die davon etwas haben.

Kulturelle Teilhabe sichern

Kultur ist kein Extra, sie ist Teil eines würdigen Lebens. Damit alle Bielefelder*innen Zugang zu Kultur haben, setzen wir uns ein für:

  • Erhalt aller Ermäßigungen für Bielefeld-Pass-Inhaber*innen (z. B. für Museen, VHS, Theater),
  • Ausbau der Plattform „Kulturöffner“ mit noch mehr Sichtbarkeit und mehr Angeboten,
  • neue Ermäßigungen durch Kooperationen mit privaten Kulturanbietern,
  • zentrale Übersicht aller Angebote, digital und analog,
  • barrierefreie Buchungswege, z. B. vor Ort in Bibliotheken oder Stadtteilzentren.

Kulturelle Bildung für alle

Kulturelle Bildung stärkt Kinder und Jugendliche, sie fördert Ausdruck, Selbstbewusstsein, Perspektiven und Teilhabe. Doch der Zugang zu Kunst und Kultur hängt oft vom Geldbeutel, vom Stadtteil oder vom Elternhaus ab. Wir wollen, dass alle Kinder in Bielefeld die Chance bekommen, sich kulturell zu entfalten, unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Einschränkungen.

Ein zentrales Element ist die städtische Musik- und Kunstschule. Sie bietet niedrigschwellige Angebote auf hohem Niveau, wohnortnah, bezahlbar und inklusiv. Wir setzen uns für ihren dauerhaften Erhalt und gezielten Ausbau ein. Kulturelle Bildung darf kein Privileg sein.

Unsere Schwerpunkte:

  • Städtische Musik- und Kunstschule stärken: Trägerstatus sichern, Gebühren sozial staffeln, Stadtteil-Angebote und Kooperationen mit Kitas, Schulen und Jugendzentren ausbauen.
  • Barrieren abbauen: Fördermittel für Ausflüge, Honorare und Materialien bereitstellen; Kulturpässe ermöglichen; gezielte Ansprache von Familien mit geringem Einkommen, mit Zuwanderungsgeschichte oder Kindern mit Behinderung.
  • Offene Räume für Kreativität: Projekte wie mobile Ateliers, digitale Medienwerkstätten oder Rap- und Tanzformate fördern mit Raum zur Selbstorganisation.
  • Sichtbarkeit erhöhen: Kinder- und Jugendkultur auf Stadtfesten, Ausstellungen oder Wettbewerben präsentieren, auch in den Stadtteilen.

Musikkultur stärken

Kulturelles Leben braucht Orte zum Proben, Auftreten und Experimentieren, auch jenseits großer Bühnen. In Bielefeld fehlt es jungen Bands, freien Musiker*innen und kleinen Veranstalter*innen oft an genau diesen Möglichkeiten. Wir wollen das ändern.

Unsere Vorschläge:

  • Mehr Proberäume: Kommunale Immobilien und Leerstände sollen für soziale Musikprojekte nutzbar gemacht werden mit fairen Mieten und langfristiger Planung.
  • Kleine Formate fördern: Unterstützung für Stadtteilkonzerte, Hofgigs und dezentrale Veranstaltungen in Kooperation mit Kulturhäusern und Stadtteilen.
  • Technikzuschüsse: Hilfe bei Ton, Licht, GEMA und Logistik für nicht-kommerzielle Veranstalter*innen.
  • Musikfonds einrichten: Ein städtischer Topf für freie Musikprojekte, niedrigschwellig, transparent und stadtweit.
  • Nachwuchs fördern: Spezielle Programme für junge Acts und Szenen abseits der etablierten Kulturförderung.

Straßenmusik fördern – Bielefeld hörbar besser machen!

Straßenkunst ist Kultur zum Anfassen, spontan, lebendig und für alle da. Doch in Bielefeld wurde sie zuletzt eher eingeschränkt als unterstützt. Auftrittsmöglichkeiten für Straßenmusiker*innen wurden reduziert, statt das kreative Potenzial zu nutzen. Wir wollen das mit einem Bielefelder Modell zur Förderung hochwertiger Straßenkunst, inspiriert von Städten wie Paris oder München, ändern.

Unsere Vorschläge:

  • Klare Leitlinien statt Hürden: Straßenmusik soll willkommen sein. Klare, kulturfreundliche Regeln statt restriktiver Auflagen, mit fairen Bedingungen für alle.
  • Qualität durch Akkreditierung: Künstler*innen können sich bewerben, z. B. per Kurzauftritt oder Online. Eine Jury vergibt zeitlich begrenzte Straßenkunst-Erlaubnisse für definierte Orte.
  • Kunst in Bewegung bringen: Darbietungen auch an ungewöhnlichen Orten ermöglichen, z.B. in Wartezonen, Passagen oder mit Partnern wie moBiel und dem Einzelhandel.
  • Neue Formate etablieren: Pop-up-Konzerte, Stadtteil-Bühnen und Straßenkunst-Festivals schaffen mehr Sichtbarkeit, auch für Nachwuchsacts.
  • Regeln mit Augenmaß: Verstärker, Spielzeiten und Abstände bleiben geregelt, zur Ermöglichung, nicht zur Verdrängung.