Pressemitteilung
LiB begrüßt FDP-Vorschlag zu Mikrohandel – Hilfe statt Strafen
Die Wähler*innengemeinschaft Lokaldemokratie in Bielefeld – LiB begrüßt die Forderung der FDP-Kandidatin nach einer Neuausrichtung der Drogenpolitik. Besonders die Anlehnung an das Zürcher Modell zeigt: Repression allein funktioniert nicht.
OB-Kandidat Michael Gugat erklärt:
„Es ist ein gutes Signal, dass die FDP anerkennt: Strafen allein lösen die Probleme nicht. Wer Mikrohandel in geschützten Einrichtungen zulässt, sorgt für weniger offene Drogenszenen, mehr Sicherheit im öffentlichen Raum und besseren Zugang zu Hilfe.“
Zürcher Modell als Vorbild
In Zürich gilt seit den 1990er-Jahren eine klare Linie: Null-Toleranz im öffentlichen Raum, gleichzeitig kontrollierte Tolerierung von Kleinsthandel in Kontakt- und Anlaufstellen. Damit wird verhindert, dass sich die Beschaffungsszene auf Straßen und Plätzen abspielt. Der kleine Handel zwischen Abhängigen wird stattdessen in geschützte Räume verlagert, in denen Konsum unter Aufsicht stattfindet.
Diese Einrichtungen bieten nicht nur medizinische Begleitung, sichere Konsumplätze und Beratung, sondern auch die Möglichkeit des Drug-Checkings. So können riskante Substanzen erkannt, Überdosierungen verhindert und Betroffene direkt an Hilfsangebote angebunden werden. Das Ergebnis: Die offenen Szenen wurden weitgehend beendet, die Versorgung der Betroffenen verbessert und das Sicherheitsgefühl in der Stadt gestärkt.
LiB-Drogenpolitik für Bielefeld
Die LiB setzt in ihrem Programm auf:
- Frühe Prävention in Schulen, Jugendzentren und im öffentlichen Raum.
- Niedrigschwellige Hilfen wie Streetwork und Kontaktcafés.
- Stärkung von Substitution in Zusammenarbeit mit Ärzt*innen und Trägern.
- Weiterführung und Ausbau des Drogenkonsumraums sowie Einführung von Drug-Checking.
- Respekt statt Stigma: Sucht ist eine Krankheit, keine moralische Frage.
Gugat abschließend: „Unser Ziel ist klar: Menschen schützen, Unterstützung anbieten und Lösungen schaffen, die für alle wirken. Das nun auch von der FDP unterstützte Zürcher Modell zeigt, dass dieser Weg funktioniert. Und Bielefeld kann davon lernen.“
