Kurzwahlprogramm 2025

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(Stand 15.7.2025)

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Kurzwahlprogramm

Solidarisches Bielefeld – Teilhabe für alle ermöglichen

Bielefeld ist vielfältig – und das ist eine Stärke. Damit alle Menschen mitgestalten können, braucht es Barrierefreiheit, verständliche Informationen und echte Beteiligung. Demokratie beginnt im Alltag: im Quartier, auf dem Friedhof, im Kulturcafé, im Bürgerrat. Wir wollen eine Stadt, in der niemand außen vor bleibt – unabhängig von Einkommen, Herkunft, Alter oder Einschränkungen.

Demokratie verständlich und zugänglich machen
Wir wollen eine neue Beteiligungskultur mit klarer Sprache, Rats-TV, mehrsprachigen Informationen und barrierefreien Formaten. Mit einer städtischen „Agora“ schaffen wir einen Ort für Austausch, Diskussion und Mitgestaltung – zentral und in den Stadtteilen. Bürgerräte sollen regelmäßig ausgeloste Menschen einbinden und neue Perspektiven in die Politik bringen.

Starke Quartiere für ein gutes Miteinander
Lebendige Nachbarschaften brauchen Räume und Begegnung. Wir setzen uns ein für Treffpunkte im Quartier, die leerstehende Immobilien nutzen und gemeinsam gestaltet werden. Auch Nachbarschaftshilfe wollen wir fördern – durch Koordination, Mikroförderung und digitale Vermittlung. Inklusive Quartiersarbeit, Kultur vor Ort und Beteiligung von marginalisierten Gruppen stehen für uns im Mittelpunkt.

Gutes Altern ermöglichen – Einsamkeit vorbeugen
Wir wollen, dass ältere Menschen selbstbestimmt und gut begleitet leben können. Ein städtisches Aktionsprogramm gegen Einsamkeit, präventive Hausbesuche, neue Begegnungsformate und bessere Toiletteninfrastruktur machen Bielefeld altersfreundlicher. Ziel ist eine Stadt, die Würde im Alter sichert.

Armut bekämpfen – Teilhabe ermöglichen
Wir fordern einfache Zugänge zu sozialen Leistungen, verständliche Informationen und aufsuchende Sozialarbeit. Mit dem Modellprojekt „1.000 mal 1.000 Euro“ wollen wir zeigen, dass Vertrauen in Menschen wirkt. Auch Housing First gehört für uns dazu: Wohnen als Grundrecht – ohne Bedingungen.

Mobilität, Kultur und Grundversorgung sichern
Ein Sozialticket für 29 Euro, bezahlbarer Zugang zu Kulturangeboten und starke Lebensmittelausgabestellen gehören zu einem solidarischen Bielefeld. Wir fordern dauerhafte Unterstützung und sichtbare Wertschätzung für all jene, die sich hier engagieren.

Ehrenamt stärken – mit Struktur und Rückhalt
Engagement ist kein Selbstläufer. Wir wollen eine gut ausgestattete Freiwilligenagentur, kostenfreie Räume, gezielte Förderung und psychologische Begleitung in belastenden Bereichen. Auch kreative Ideen wie die „Solidarische Friedhofshilfe“ zeigen: Gemeinsam geht mehr.

Integration heißt Mitmachen ermöglichen
Sprache ist der Schlüssel. Wir fordern gute Sprachkurse für alle, berufsbezogen und wohnortnah. Bezahlkarten für Geflüchtete lehnen wir ab – weil Würde nicht rationiert werden darf. Integration gelingt durch Rechte, Ressourcen und echte Repräsentation.

Demokratie braucht Pflege – jeden Tag
Wir wollen Beteiligung verbindlich machen und zivilgesellschaftliche Strukturen dauerhaft stärken. Ein Demokratie-Fonds, Erinnerungskultur, Bildungsarbeit und eine vielfältige Repräsentation in städtischen Gremien sind dafür zentrale Bausteine. Demokratie ist nichts Abstraktes. Sie ist das, was wir gemeinsam daraus machen.

Gesundes Bielefeld – Für ein gutes Leben in Bewegung

Gesundheit beginnt im Alltag. Sie ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit – sie ist Voraussetzung für Teilhabe, Selbstbestimmung und Lebensfreude. In Bielefeld wollen wir die Bedingungen dafür schaffen, dass alle Menschen gesund leben können – unabhängig von Alter, Einkommen oder Herkunft.

Gesund aufwachsen und alt werden – Gesundheit für alle ermöglichen
Wir setzen uns für gesundheitsfördernde Stadtplanung ein: mit Grünflächen, sicheren Wegen, guter Luft und Bewegungsmöglichkeiten direkt vor der Haustür. Gesundheitsförderung soll schon in Kitas und Schulen beginnen – durch Aufklärung, gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Mit Gesundheitslotsen wollen wir Menschen dabei unterstützen, sich im komplexen System zurechtzufinden und die passende Hilfe zu finden.

Pflege sichtbar machen – Angehörige und Fachkräfte entlasten
Pflege ist mehr als Versorgung, sie ist eine Frage der Würde. Wir wollen das Bielefelder Pflegegipfel-Bündnis dauerhaft stärken, Pflegesektoren besser koordinieren und pflegende Angehörige gezielt unterstützen. Auch Pflegeparkplätze, queersensible Pflege und frauenspezifische Perspektiven gehören für uns zu einer gerechten Pflegepolitik vor Ort.

Gesundheitsversorgung sichern – auch in schwierigen Zeiten
Wir wollen die städtischen Kliniken als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge erhalten und stärken – mit guter Ausstattung, fairen Arbeitsbedingungen und einer klaren Haltung gegen Privatisierungsdruck. Auch psychische Gesundheit braucht mehr Aufmerksamkeit: Wir setzen uns für den Ausbau von Krisendiensten, niedrigschwellige Hilfe für Kinder und Jugendliche und digitale Beratungsangebote ein.

Geschlechtersensible Medizin fördern
Gesundheitsversorgung muss alle Lebensrealitäten berücksichtigen. Wir wollen gezielte Angebote für Frauen, queere Menschen, Menschen ohne Krankenversicherung und Menschen mit Behinderung stärken. Das Gesundheitsamt, das Klinikum und Forschungseinrichtungen sollen gemeinsam an einer gerechteren Medizin arbeiten.

Sport und Bewegung für alle
Sport ist gesund, macht Spaß und verbindet. Wir wollen Bielefeld bewegungsfreundlicher machen: mit modernisierten Sportstätten, kostenlosen Angeboten im öffentlichen Raum und gezielter Förderung für Kinder, Jugendliche, Menschen mit Behinderung und mit Migrationsgeschichte. Auch Vereinsstrukturen sollen durch Förderung, Entbürokratisierung und Schutzkonzepte gestärkt werden.

Bäderlandschaft erhalten – Teilhabe sichern
Die Bielefelder Bäder bieten Räume für Gesundheit, Begegnung und Bildung. Wir setzen uns für barrierefreie Modernisierung, eine verlässliche Finanzierung und den Erhalt des kostenfreien Eintritts für Kinder mit Bielefeld-Pass ein. Auch das ehrenamtliche Engagement in den Freibädern verdient gezielte Unterstützung.

Suchtpolitik mit Augenmaß – helfen statt verdrängen
Drogenkonsum gehört zur Realität. Wir setzen auf Prävention, Hilfe und Schadensminimierung. Der Drogenkonsumraum, Streetwork und Substitutionsangebote sollen gesichert und weiterentwickelt werden. Auch frauenspezifische und altersgerechte Hilfen sind notwendig, um allen Menschen gerecht zu werden.

Gesund essen lernen – von klein auf
Wir wollen Ernährungsbildung fest in den Schulalltag integrieren. Mit praktischen Projekten, gutem Schulessen und Kooperationen mit lokalen Betrieben sollen Kinder lernen, wie gesunde Ernährung im Alltag funktioniert – ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit viel Geschmack.

Bauen und Wohnen – Für ein lebenswertes, soziales und klimagerechtes Bielefeld

Wohnen ist ein Menschenrecht. Es entscheidet über Lebensqualität, Teilhabe und Sicherheit. Wir wollen eine Stadtentwicklung, die das Gemeinwohl stärkt, sozialen Zusammenhalt fördert und zugleich ökologisch verantwortungsvoll handelt. Bielefeld soll eine Stadt sein, in der Menschen in allen Lebenslagen gut wohnen können – bezahlbar, barrierefrei, vernetzt und mit Blick auf die Zukunft.

Mehr bezahlbarer Wohnraum – statt Renditeprojekte
Der freie Markt löst das Wohnungsproblem nicht. Wir setzen auf sozial orientierte Wohnungspolitik mit klaren Quoten für geförderten Wohnraum, Kooperation mit gemeinwohlorientierten Trägern und eine aktive Rolle der Stadt. Die BGW ist dabei ein wichtiger Partner. Unser Ziel ist es, dass Wohnen nicht zur Belastung wird, sondern Lebensgrundlage bleibt.

Innenentwicklung vor Flächenverbrauch
Statt neue Flächen am Stadtrand zu versiegeln, wollen wir das Potenzial in der Stadt nutzen: durch Aufstockung, Umbau und die sinnvolle Nutzung leerstehender Gebäude. Dabei denken wir Nachverdichtung nicht nur funktional, sondern auch sozial und grün: mit Bäumen, Aufenthaltsqualität und guter Infrastruktur.

Wohnen entlang von Bus und Bahn
Neue Wohnquartiere müssen gut erreichbar sein – besonders für Menschen ohne eigenes Auto. Wir fordern den Bau neuer Wohnungen entlang bestehender und geplanter ÖPNV-Achsen, kombiniert mit durchdachten Mobilitätskonzepten: Carsharing, sichere Radwege, barrierefreie Wege und weniger Stellplätze für mehr Raum.

Klimagerechtes Bauen – mit Verantwortung
Wer heute baut, trägt Verantwortung für morgen. Wir fordern nachhaltige Baustandards, die Sanierung von Bestandsgebäuden, den Ausbau von Photovoltaik und Dachbegrünung sowie Förderprogramme für klimafreundliche Bauweisen. Die Stadt soll Vorbild sein und bei eigenen Bauprojekten mit gutem Beispiel vorangehen.

Azubi-Wohnen ermöglichen
Für junge Menschen in Ausbildung gibt es kaum bezahlbaren Wohnraum. Wir wollen ein Azubi-Wohnheim oder dezentrale Wohnangebote, die sich an der Ausbildungsvergütung orientieren. Denn gute Ausbildung braucht auch gutes Wohnen.

Gemeinschaftliches Wohnen fördern
Vielfältige Wohnformen schaffen soziale Nähe, Stabilität und gegenseitige Unterstützung. Wir setzen uns ein für Genossenschaften, Mehrgenerationenhäuser, inklusive Wohnprojekte und Baugemeinschaften. Die städtische Koordinationsstelle soll gestärkt und ausgebaut werden.

Leerstand erfassen und nutzen
Leerstehende Häuser und Ladenlokale sind eine verpasste Chance. Wir fordern ein städtisches Leerstandskataster, das Transparenz schafft und Nutzungspotenziale sichtbar macht. Ziel ist, Eigentümer*innen zu beraten, soziale Projekte zu unterstützen und Wohnraum im Bestand zu aktivieren – freiwillig, partnerschaftlich und gemeinwohlorientiert.

Konversion – militärische Flächen für neue Quartiere nutzen
Ehemalige Kasernen und britische Siedlungen bieten Raum für neue, bezahlbare und klimagerechte Stadtteile. Wir setzen auf soziale Mischung, gute Anbindung, grüne Bauweise und Beteiligung der Menschen vor Ort. Der Runde Tisch Konversion soll dauerhaft erhalten bleiben.

Bielefeld kann eine Stadt sein, in der gute Ideen, starke Nachbarschaften und verantwortungsvolles Bauen zusammenkommen. Für bezahlbaren Wohnraum, eine gerechte Stadtentwicklung und ein Zuhause für alle.

Verkehr in Bielefeld – sicher, gerecht und zukunftsfähig

Mobilität ist mehr als Fortbewegung. Sie bedeutet Teilhabe, Lebensqualität und eine faire Verteilung von Raum und Möglichkeiten. Wir setzen uns für ein Bielefeld ein, in dem alle sicher, klimafreundlich und selbstbestimmt unterwegs sein können – ob zu Fuß, mit dem Rad, Bus, Bahn oder Auto. Mobilitätswende heißt für uns: mehr Optionen statt Verbote, mehr Miteinander statt Gegeneinander.

Sicher unterwegs – für alle Menschen in allen Stadtteilen
Verkehrssicherheit ist für uns unverzichtbar. Mit dem Ziel „Vision Zero“ wollen wir bis 2030 keine Verkehrstoten mehr in Bielefeld. Tempo 30 in Stadtteilzentren, sichere Schulwege und Schulstraßen, barrierefreie Haltestellen und klare Verkehrsführung gehören dazu. Mobilität darf niemanden ausschließen – deshalb denken wir Barrierefreiheit von Anfang an mit.

Pflege, Handwerk und Alltag absichern
Pflegedienste, Handwerker und Lieferdienste brauchen verlässliche Infrastruktur. Wir fordern 500 Sonderparkplätze in Wohnquartieren, mit klarer Kennzeichnung und sozial geregelter Nutzung. Wer Bielefeld am Laufen hält, darf nicht am Straßenrand verzweifeln.

Straßen entlasten – durch kluge Parkkonzepte
Wir wollen weniger Parken im öffentlichen Raum und stattdessen moderne Lösungen wie Quartiersgaragen, Parkhaustürme oder Park+Ride-Angebote stärken. Diese Systeme sollen verlässlich, fair bepreist, sozial verträglich und mit ÖPNV, Fahrrad und Carsharing verknüpft sein. So entsteht mehr Platz für Menschen, weniger Stress auf den Straßen und eine Stadt mit mehr Lebensqualität.

ÖPNV verbessern – flexibel, zuverlässig, vernetzt
Wir fordern Ringbuslinien zwischen den Stadtteilen, neue Schnellbusse mit eigenen Spuren und verlässliche Taktung. Der On-Demand-Dienst meinAnton soll ausgeweitet werden, damit auch abgelegene Stadtteile gut angebunden sind. Park+Ride-Angebote sollen wachsen und besser ausgestattet werden. Mobilität muss nicht kompliziert sein – wenn man klug verbindet.

Stadtbahnlinie 5 und Seilbahnen prüfen
Heepen und angrenzende Stadtteile brauchen endlich eine gute Schienenanbindung. Wir wollen die Debatte zur Stadtbahnlinie 5 neu, offen und sachlich führen. Auch innovative Lösungen wie Seilbahnen denken wir mit – als Ergänzung, nicht als Ersatz.

Radverkehr endlich ernst nehmen
Der Radentscheid muss endlich umgesetzt werden. Wir fordern jährlich 10 Kilometer neue Fahrradstraßen, sichere Infrastruktur und ausreichend Personal und Mittel. Mit dem Radschnellweg OWL 2.0 wollen wir Bielefeld besser mit der Region verbinden – klimafreundlich, schnell und sicher.

Lastenräder für alle nutzbar machen
Ein öffentliches Lastenrad-Verleihsystem soll wieder eingeführt und in „meinSiggi“ integriert werden – auch mit E-Lastenrädern und wohnortnahen Stationen. So werden Transporte auch ohne Auto möglich.

Stadtplan inklusiv ausbauen
Barrierefreie Wege, Gebäude und Haltestellen müssen leicht zu finden sein. Der Plan BIE soll weiterentwickelt, digital gepflegt und gemeinsam mit Nutzer*innen ergänzt werden, damit alle Menschen sich gut in Bielefeld bewegen können.

Verkehr gestalten – mit den Menschen, nicht gegen sie
Veränderung braucht Vertrauen. Wir setzen auf Beteiligung, klare Kommunikation und nachvollziehbare Entscheidungen. Denn die Verkehrswende gelingt nur, wenn sie sozial gerecht, verständlich und gemeinsam gestaltet wird.

Bildung, Kinder, Jugend und Familie – Chancen für alle

Was Bielefeld heute entscheidet, prägt die Zukunft unserer Kinder. Wir wollen gleiche Chancen für alle, unabhängig von Wohnort, Einkommen oder Herkunft. Gute Bildung beginnt bei frühkindlicher Förderung und endet nicht mit dem Schulabschluss. Sie braucht gute Räume, qualifiziertes Personal, kulturelle Teilhabe und eine Stadt, die Kinderrechte ernst nimmt.

Bildung ist mehr als Unterricht
Lernen findet überall statt. In Schulen, Kitas, Jugendzentren, auf Spielplätzen und in Familien. Wir setzen uns ein für gute Betreuung, barrierefreie Schulwege, kostenlose Schüler*innenbeförderung und außerschulische Lernorte. Alle Kinder sollen Zugang zu Musik, Kunst und Bewegung haben, auch wenn das Geld knapp ist. Bildung muss kindgerecht, vielfältig und inklusiv gestaltet sein.

Ganztag stärken – Chancen schaffen
Der Ganztag braucht mehr als Betreuung. Wir fordern mehr qualifiziertes Personal, bessere Räume und verlässliche Angebote. Ganztagsbildung soll stärken, fördern und begleiten. Dafür braucht es auch gute Kooperationen mit Kultur, Sport und Sozialarbeit im Quartier. Der Rechtsanspruch ab 2026 darf kein leeres Versprechen bleiben.

Kitas für alle Lebensrealitäten
Viele Eltern arbeiten im Schichtdienst oder zu Randzeiten. Wir wollen flexible Betreuungsangebote mit erweiterten Öffnungszeiten in jedem Stadtbezirk. Nachtbetreuung, Kooperationen mit Tageseltern und Familienzentren sollen ergänzt und ausgebaut werden.

Gute Schulen brauchen gute Gebäude
Wir fordern langfristige Investitionen in Schulbau und Sanierung. Schulen brauchen funktionierende Heizungen, barrierefreie Toiletten, moderne Technik und Räume zum Wohlfühlen. Der Ausbau von Mensen, WLAN und digitaler Infrastruktur ist genauso wichtig wie gute Lernbedingungen.

Bildung darf keine Frage der Postleitzahl sein
Wir setzen uns ein für mehr Mittel in benachteiligten Stadtteilen, z.B. für Schulsozialarbeit, kleinere Gruppen, Übergangsbegleitung und Bildungsangebote im Quartier. Die Bildungsplanung muss soziale Lage und Stadtentwicklung gemeinsam betrachten.

Kinderrechte und Kinderschutz sichern
Kinder haben ein Recht auf Schutz, Beteiligung und Förderung. Wir fordern Schutzkonzepte in allen Einrichtungen, anonyme Beschwerdewege, eine Ombudsstelle und eine kommunale Kinderrechte-Strategie. Die Stadt soll Träger beraten, qualifizieren und bei der Umsetzung unterstützen.

Digitale Bildung gerecht gestalten
Digitale Ausstattung muss aktuell, verlässlich und datenschutzgerecht sein. Wir fordern flächendeckendes WLAN, moderne Geräte, gute IT-Betreuung und die Nutzung freier Software. Open Source soll zur Normalität werden, damit Schulen unabhängig, sicher und zukunftsfähig arbeiten können.

Beteiligung von Anfang an ermöglichen
Kinder und Jugendliche sollen mitreden können. Wir wollen den Kinder- und Jugendrat stärken, Beteiligungsrechte ausbauen und verständliche, niedrigschwellige Formate schaffen. Politische Teilhabe beginnt nicht erst mit der Volljährigkeit.

Starke Jugendhilfe für eine starke Stadt
Fachkräfte in der Jugendhilfe brauchen gute Arbeitsbedingungen, Supervision und Perspektiven. Wir fordern mehr Plätze in der stationären Unterbringung, strukturiertes Onboarding und eine vorausschauende Planung. Die Kinder- und Jugendhilfe sichert das Wohl von Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lagen.

Spielplätze beleuchten – Teilhabe verlängern
Beleuchtete Spielplätze ermöglichen längere Nutzung in den dunkleren Monaten. Wir setzen uns dafür ein, dass an zentralen und stark genutzten Spielplätzen die Möglichkeit zur Beleuchtung geprüft wird. Sicherheit, Zugänglichkeit und Nachbarschaftsschutz müssen dabei berücksichtigt werden.

Schulplätze sichern durch flexible Lösungen
Wir unterstützen kurzfristige Maßnahmen wie Mehrklassen dort, wo sie pädagogisch sinnvoll und organisatorisch machbar sind. Gleichzeitig fordern wir eine vorausschauende Schulentwicklungsplanung mit frühzeitiger Beteiligung der Schulgemeinschaften.

Klimaschutz und Umwelt – für ein lebenswertes Bielefeld

Der Klimawandel ist auch in Bielefeld spürbar: Hitze, Starkregen und Trockenheit nehmen zu. Wir wollen, dass unsere Stadt lebenswert bleibt – für alle, die heute hier leben und für künftige Generationen. Klimaschutz beginnt vor Ort und muss sozial gerecht, konkret und gemeinsam gestaltet werden.

Grüne Stadt statt grauer Versiegelung
Bäume, Parks und naturnahe Flächen verbessern das Stadtklima, fördern die Gesundheit und machen Quartiere lebenswerter. Wir setzen uns ein für mehr Stadtgrün, besonders in benachteiligten Vierteln. Dazu gehören Baumpflanzungen, die Pflege bestehender Grünflächen und kreative Entsiegelungsprojekte. Vorgärten sollen begrünt, Schulhöfe entsiegelt und Neubauten mit Gründächern geplant werden. Grünflächen müssen erhalten bleiben und dürfen nicht anderen Interessen geopfert werden.

Wasser klug nutzen – Schwammstadt Bielefeld
Regenwasser soll versickern, gespeichert und genutzt werden. Wir wollen entsiegelte Flächen, begrünte Dächer und Regenwassermanagement in Neubaugebieten. Das schützt vor Überflutungen und sorgt für Kühlung an heißen Tagen.

Sonnenstrom statt Parkplatzwüste
Parkplätze bieten ungenutztes Potenzial für Photovoltaik. Wir schlagen Solar-Carports mit E-Ladestationen und Regenwassernutzung vor, etwa bei Schulen, Park+Ride-Anlagen oder großen Handelsflächen. Pilotprojekte sollen Vorbild sein, auch für private und gewerbliche Flächen.

Klimaschutz im Gewerbegebiet
Kleine Stadtwälder nach der Miyawaki-Methode können auch in Gewerbegebieten entstehen. Sie verbessern das Mikroklima und fördern die Artenvielfalt. Wir wollen Pilotprojekte mit Unternehmen, Auszubildenden und Nachbarschaften anstoßen.

Artenvielfalt fördern
Blühwiesen, Biotope und naturnahe Pflegekonzepte sollen Insekten und Vögeln wieder mehr Raum geben. Wir setzen auf ökologische Pflege öffentlicher Flächen, Umweltbildung an Schulen und Projekte mit lokalen Gruppen zur Beobachtung und Pflege von Lebensräumen.

Klimaanpassung jetzt
Der Hitzeaktionsplan war ein Anfang. Wir wollen ihn ausbauen zu einem umfassenden Klimaanpassungskonzept mit Schattenplätzen, Wasserspendern und gezielter Unterstützung für gefährdete Gruppen. Klimaschutz und Klimaanpassung müssen zusammengedacht werden – auch bei der Infrastruktur.

Wärmewende sozial gestalten
Öl und Gas belasten Klima und Portemonnaie. Wir wollen Förderprogramme für Sanierungen, kostenlose Energieberatung, Mieterstromprojekte und Nahwärmenetze auf Basis erneuerbarer Energien. Die Wärmewende muss bezahlbar, fair und wirksam sein.

Weniger Müll, mehr Mehrweg
Einwegverpackungen vermüllen die Stadt. Wir setzen auf Mehrwegsysteme, Aufklärung und regionale Kooperationen. Außerdem möchten wir ein Konzeptpapier zu kommunalen Steuerungsinstrumenten gegen Einwegverpackungen und den Dialog mit Gastronomie, Handel und Stadtgesellschaft.

Klimaschutz beginnt im Alltag
Mit einem Repair-Bonus für kaputte Geräte, Unterstützung für Urban Gardening und mehr Raum für Umweltbildung wollen wir Klimaschutz erlebbar machen. Gerade in benachteiligten Stadtteilen soll das einfacher und unbürokratischer möglich sein.

Frauen, Gleichstellung und LSBTIQ*

Für gleiche Rechte, gleiche Sicherheit und gleiche Mitsprache

Gleichstellung ist kein Nischenthema. Sie betrifft unseren Alltag in fast allen Lebensbereichen – in der Arbeitswelt, der Stadtplanung, in der Politik, im Gesundheitswesen und in der Familie. Noch immer gibt es strukturelle Benachteiligung. Frauen verdienen im Schnitt weniger, übernehmen mehr unbezahlte Arbeit und sind in Führungspositionen unterrepräsentiert. Queere Menschen erleben Diskriminierung, Unsichtbarkeit und Gewalt – auch in Bielefeld. Wir wollen das ändern.

Unsere Vision ist klar: Faire Chancen, echte Teilhabe und sichere Räume für alle. Eine vielfältige Stadtgesellschaft ist keine Last, sondern eine Stärke. Damit sie sich entfalten kann, braucht es gerechte Strukturen, politische Repräsentation und konsequenten Schutz vor Diskriminierung.

Lohngerechtigkeit und Chancengleichheit
Die Stadt soll Vorbild für Gleichstellung sein – in ihren Unternehmen, Gremien und Leitungsfunktionen. Wir fordern Equal-Pay-Audits, mehr Frauen in Führungspositionen, gezielte Karriereförderung im öffentlichen Dienst und Unterstützung für Gründerinnen. Schulungen zu unbewussten Vorurteilen sollen Diskriminierung bei Einstellungen und Beförderungen abbauen.

Vielfalt leben – Queere Kinder und Familien stärken
Bielefeld soll ein sicherer Ort für alle Kinder und Jugendlichen sein. Wir setzen auf Fortbildungen für pädagogisches Personal, inklusive Bildungsangebote, niedrigschwellige Beratung für Eltern und gezielte Unterstützung queerer Fachkräfte. Die Stadt soll Vielfalt sichtbar machen und sich klar gegen Diskriminierung positionieren.

Regenbogenstadt mit Haltung
Der CSD ist mehr als ein Fest – er ist ein politisches Statement für Gleichberechtigung. Wir bekennen uns zum CSD als städtisch unterstütztes Ereignis und fordern sichtbare Zeichen der Solidarität, etwa durch Beflaggung am Rathaus oder auf der Sparrenburg.

Schutz bei queerfeindlicher Gewalt
Wir wollen eine kommunale Respektstelle schaffen, die queerfeindliche Diskriminierung dokumentiert, Betroffene berät, Öffentlichkeitsarbeit leistet und Präventionsarbeit in Schulen, Vereinen und Verwaltungen unterstützt.

Frauenhäuser stärken, Gewalt wirksam begegnen
Frauenhäuser sind wichtige Schutzräume, doch sie sind oft überlastet. Wir fordern mehr Plätze, verlässliche kommunale Finanzierung, barrierefreie Zugänge und gezielte Hilfe für Frauen mit besonderen Bedarfen. Öffentlichkeitsarbeit und Prävention vor Ort sollen gestärkt werden.

Geschlechtergerechte Gesundheit in Bielefeld
Gesundheit ist nicht geschlechtsneutral. Wir wollen eine Versorgung, die alle Lebensrealitäten berücksichtigt. Dazu gehören gynäkologische Beratung für Frauen ohne Krankenversicherung, die Stärkung der Gesundheitsangebote in der Prostitution, die Förderung geschlechterspezifischer Forschung, qualifizierte Fachkräfte und bessere Angebote für trans, inter und nicht-binäre Menschen.

Unser Ziel
Ein Bielefeld, in dem alle Menschen sicher leben, gleichberechtigt mitgestalten und diskriminierungsfrei versorgt werden können. Dafür setzen wir uns ein – klar, konkret und solidarisch.

Wirtschaft und Arbeit

Wirtschaft mit Verantwortung – nachhaltig, sozial und zukunftsfähig

Eine starke Wirtschaft ist die Grundlage für gute Arbeit, soziale Sicherheit und eine lebendige Stadt. Doch Wachstum allein reicht nicht aus. Wir wollen eine Wirtschaft, die teilt, integriert und nachhaltig handelt. Unser Ziel ist eine Stadtwirtschaft, die Menschen vor Ort stärkt, Klima und Ressourcen schont und Raum für Innovation und Vielfalt bietet.

Innenstadt und Stadtteile stärken
Die Innenstadt ist mehr als ein Einkaufsort. Sie ist ein Treffpunkt für Kultur, Begegnung und Nahversorgung. Projekte wie altstadt.raum wollen wir weiter fördern, um die Innenstadt grüner, attraktiver und vielfältiger zu gestalten. Wir setzen auf kleine, lokale Betriebe, Pop-up-Konzepte und Räume für Kulturinitiativen. Gleichzeitig sollen auch die Stadtteile wirtschaftlich gestärkt werden. Dezentrale Nahversorgung, Handwerk und Dienstleistungsbetriebe sollen unterstützt werden, damit wohnortnahe Arbeitsplätze entstehen.

Gewerbeflächen und Stadtplanung
Neue Gewerbeflächen sollen nur dort entstehen, wo es ökologisch und verkehrlich sinnvoll ist. Vorrang haben Umnutzungen und eine intelligente Nutzung bestehender Flächen. Wirtschaftsförderung bedeutet für uns auch Klimaschutz, Flächenentsiegelung und Unterstützung von Kreislaufwirtschaft.

Industrie, Handwerk und Fachkräfte
Industrie und Handwerk sind wichtige Pfeiler unserer Stadt. Wir wollen die Fachkräftesicherung verbessern, mit Kooperationen zwischen Schulen, Hochschulen und Betrieben, praxisnaher Berufsorientierung und gezielter Förderung von Zukunftsberufen in IT, Klima und Pflege. Für Handwerk und Lieferdienste sollen 500 reservierte Parkplätze in der Innenstadt geschaffen werden, damit Arbeitseinsätze nicht an fehlenden Stellplätzen scheitern.

Gründungen und soziale Ökonomie
Bielefeld soll ein Ort für soziale Innovation und nachhaltige Unternehmensformen sein. Wir fördern Start-ups, soziale Unternehmen und Initiativen, die fair, ökologisch und lokal wirtschaften. Programme wie ÖKOPROFIT, das Startup-Paket oder Green Innovation Week sind dabei wichtige Impulsgeber.

Re-Use, Repair-Bonus und Kreislaufwirtschaft
Wir wollen die Wiederverwendung von Ressourcen ausbauen. Re-Use-Kaufhäuser sollen gestärkt, neue Standorte geprüft und Kooperationen mit sozialen Trägern erweitert werden. Der Bielefelder Repair-Bonus, der Reparaturen statt Neukäufe fördert, soll dauerhaft gesichert und auf weitere Produktgruppen wie Fahrräder oder Möbel ausgeweitet werden. Das schützt Klima, senkt Müll und stärkt lokale Betriebe.

Kooperation mit Wissenschaft und Bildung
Wirtschaft und Hochschulen sollen enger zusammenarbeiten, etwa bei Forschungsprojekten, Praktika oder Gründungsförderung für Studierende. Wir setzen uns für eine kommunale Bildungsstrategie ein, die Fachkräftebedarf und Ausbildung systematisch verknüpft.

Tourismus und Standortprofil
Bielefeld hat mit dem Teutoburger Wald und seinen Wanderwegen großes Potenzial für naturnahen Tourismus. Wir wollen dieses Potenzial besser nutzen: durch barrierearme Zugänge, digitale Routenführung, eine gute ÖPNV-Anbindung und Kooperationen mit Gastronomie und Unterkünften.

Unser Ziel
Wir wollen eine Wirtschaftspolitik, die lokale Stärke mit sozialer Gerechtigkeit verbindet. Bielefeld soll ein attraktiver Standort sein für Unternehmen, Fachkräfte, Gründerinnen und Gründer – und ein lebenswerter Ort für alle, die hier arbeiten und leben.

Sicherheit, Sauberkeit und Lebensqualität

Für eine Stadt, in der sich alle wohl und sicher fühlen

Sicherheit ist ein Grundbedürfnis. Sie schafft Freiheit, Teilhabe und Vertrauen. Für uns beginnt echte Sicherheit mit Respekt, sozialer Verantwortung und funktionierenden öffentlichen Strukturen. Statt auf Repression und Symbolpolitik setzen wir auf Ursachenbekämpfung, sichtbare Präsenz und eine Stadt, die für alle da ist – unabhängig von Geschlecht, Einkommen oder Lebensstil.

Prävention statt Verdrängung
Wir nehmen Sorgen im öffentlichen Raum ernst. Frauen, queere Menschen, Jugendliche und ältere Menschen sollen sich überall sicher fühlen. Dafür braucht es gute Beleuchtung, sichtbare Ansprechpersonen, gepflegte Orte und eine sozialräumliche Gestaltung, die Teilhabe ermöglicht statt ausschließt. Ordnungsdienste, Streetwork und soziale Angebote sollen zusammenarbeiten, statt nebeneinander zu agieren.

Keine Sicherheit ohne soziale Sicherheit
Stabile Wohnverhältnisse, Bildungszugänge, Gesundheitsversorgung und funktionierende Hilfsangebote sind zentrale Bausteine kommunaler Sicherheitsarchitektur. Sicherheit entsteht nicht durch Verbotsschilder, sondern durch das Vertrauen in die eigene Stadt. Maßnahmen müssen wirksam, rechtsstaatlich fundiert und sozial eingebettet sein.

Frauenhäuser stärken
Schutz vor häuslicher Gewalt braucht sichere Räume. Wir fordern mehr Plätze, barrierefreie Zugänge, verlässliche kommunale Finanzierung und gezielte Hilfen beim Übergang in ein selbstbestimmtes Leben. Gewaltprävention gehört in Schulen, Stadtteile und Öffentlichkeitsarbeit.

Feuerwehr sichern und wertschätzen
Berufsfeuerwehr und Ehrenamtliche leisten lebenswichtige Arbeit. Wir unterstützen den Neubau der Hauptwache, fordern gute Ausstattung, stabile Finanzierung, Jugendförderung und stärkere Sichtbarkeit in der Stadtgesellschaft.

Sauberkeit sichtbar verbessern
Eine saubere Stadt erhöht das Sicherheitsgefühl. Wir wollen mehr Reinigungspersonal, zuständige Platz-Hausmeister*innen an zentralen Orten, smartere Müllsysteme und abgestimmte Zusammenarbeit von Ordnungsamt, Reinigung und Sozialarbeit. Sauberkeit beginnt bei der Planung und endet nicht bei der Kehrmaschine.

Keine Kriminalisierung von Armut
Wir lehnen pauschale Bettelverbote ab. Wer Armut verdrängt, löst keine Probleme. Stattdessen setzen wir auf Housing First, Gesundheitsversorgung, niedrigschwellige Beratung und gezielte Hilfe bei Sucht und Wohnungslosigkeit. Armut darf nicht unsichtbar gemacht, sondern muss wirksam bekämpft werden.

Moderne Drogenpolitik: helfen statt strafen
Sucht ist eine Krankheit. Wir stehen für Prävention, Substitution, niedrigschwellige Hilfen und den Erhalt des Drogenkonsumraums. Schadensminimierung schützt die Betroffenen und entlastet öffentliche Räume. Zusammenarbeit von Polizei, Gesundheitsamt, Sozialarbeit und zivilgesellschaftlichen Initiativen ist dafür zentral.

Täterprävention ausbauen
Gewaltschutz beginnt auch bei der Täterarbeit. Angebote wie Man-o-Mann helfen Männern, Verantwortung zu übernehmen. Wir fordern kommunale Unterstützung, gute Abstimmung mit Hilfsstrukturen und mehr Bekanntheit solcher Programme.

Weniger Werbung, mehr Gemeinwohl im öffentlichen Raum
Werbeflächen beeinflussen das Stadtbild. Wir wollen digitale Reklame stoppen, bestehende Flächen erfassen, bei Vertragsende reduzieren und für Begrünung, Kunst oder Bürgerinformationen nutzen. Öffentlicher Raum gehört allen – nicht nur der Werbewirtschaft.

Mehr Stadtbänke – mehr Lebensqualität
Sitzgelegenheiten machen die Stadt freundlicher und inklusiver. Wir setzen uns für mehr Stadtbänke ein, dort wo Menschen sie brauchen. Dabei zählen gute Gestaltung, Pflege und Vielfalt: Sitzstufen, Einzelsitze, Wetterschutz und Beteiligung der Stadtteile bei der Planung.

Unser Ziel
Ein sicheres, sauberes und lebenswertes Bielefeld entsteht durch Respekt, Fürsorge und ein gutes Miteinander. Wir schaffen Strukturen, die Sicherheit ermöglichen – nicht durch Kontrolle, sondern durch Zusammenhalt.

Kultur

Vielfalt ermöglichen, Teilhabe sichern, Räume schaffen

Kultur ist keine Kür, sie ist Teil der städtischen Daseinsvorsorge. Sie fördert Kreativität, Identität, Bildung und Zusammenhalt. Ob im Theater oder im Club, auf der Bühne oder im Park, im Stadtmuseum oder in der Bandprobe – Bielefeld lebt durch seine kulturelle Vielfalt. Wir wollen diese Vielfalt sichern, ausbauen und allen zugänglich machen.

Kultur für alle – nicht nur für wenige
Kulturelle Teilhabe darf nicht am Geldbeutel oder an Barrieren scheitern. Wir setzen uns ein für niedrigschwellige Angebote, inklusive Bildung, mehrsprachige Kommunikation und eine stärkere Sichtbarkeit marginalisierter Perspektiven. Die städtische Musik- und Kunstschule ist ein zentraler Anker kultureller Bildung – wir wollen sie stärken, ausbauen und sozial gestaffelt zugänglich halten.

Kulturhäuser stärken, Räume sichern
Orte wie der Ostblock oder das Kulturhaus im Ravensberger Park sind lebendige Treffpunkte für Kunst, Bildung und Engagement. Wir fordern eine verlässliche Förderung, faire Mietverträge und Unterstützung für neue Kulturinitiativen – besonders in den Stadtteilen. Kooperationen mit Schulen, Bibliotheken, VHS und sozialen Trägern sollen gezielt gefördert werden.

Musikkultur fördern – jenseits der großen Bühnen
Freie Musiker*innen, junge Bands und kleine Veranstalter*innen brauchen Proberäume, Technik und Planungssicherheit. Wir wollen kommunale Räume zugänglich machen, einen städtischen Musikfonds einrichten und dezentrale Musikformate wie Hofkonzerte oder Stadtteilgigs gezielt unterstützen.

Kunst sichtbar machen – im Stadtbild und in den Quartieren
Wir setzen auf Kunst im öffentlichen Raum: Mit Projekten wie dem „Kunstkasten Kesselbrink“, Mini-Galerien in Leerständen oder Ausstellungen an Haltestellen wollen wir Kultur dahin bringen, wo die Menschen sind – sichtbar, überraschend und kostenfrei.

Kulturelle Bildung von Anfang an
Kultur stärkt Kinder und Jugendliche. Wir fördern mobile Ateliers, Rap-Workshops, digitale Medienprojekte und kreative Formate in den Stadtteilen. Barrieren sollen abgebaut, Materialien gefördert und gezielte Angebote für Kinder mit Behinderung, aus Einwandererfamilien oder einkommensschwachen Haushalten bereitgestellt werden.

Kulturentwicklungsplan umsetzen – nicht nur verwalten
Bielefeld hat mit dem neuen Kulturentwicklungsplan viel Potenzial. Wir fordern eine verbindliche Umsetzung mit klaren Zielen, Zeitplänen und Ressourcen. Netzwerke zwischen freier Szene, öffentlicher Kultur und kultureller Bildung sollen gestärkt, digitale Formate gefördert und neue Räume durch Zwischennutzung erschlossen werden.

Tanzsteuer abschaffen – Kultur nicht bestrafen
Clubs und subkulturelle Orte sind wichtige Räume städtischer Kultur. Die Tanzsteuer ist bürokratisch, wirtschaftlich schädlich und kulturpolitisch falsch. Wir fordern ihren dauerhaften Verzicht – für eine lebendige Clubkultur und als Zeichen für eine Stadt, die Kultur nicht ausbremst.

Unser Ziel
Eine Kulturstadt Bielefeld, die Vielfalt nicht nur zulässt, sondern ermöglicht. Die Räume öffnet statt sie zu schließen. Die Teilhabe garantiert statt sie vorauszusetzen. Für eine Stadt, in der Kultur kein Luxus ist, sondern Alltag.

Tierschutz

Verantwortung übernehmen – für Tiere, Umwelt und Stadtgesellschaft

Tierschutz ist kein Randthema. Er betrifft viele Bereiche des kommunalen Lebens – von Tierheimen über Stadttauben bis hin zur Bildungsarbeit. Wir wollen, dass Tierschutz in Bielefeld sichtbar und wirksam wird. Denn er ist rechtlich verpflichtend, politisch relevant und moralisch geboten.

Tierschutz ernst nehmen – strukturell und sichtbar
Wir fordern, dass der Stadtrat Verantwortung zeigt: durch die Umbenennung des zuständigen Gremiums in Sozial-, Gesundheits- und Tierschutzausschuss. Bildungsangebote zum Umgang mit Tieren sollen ausgebaut werden, zum Beispiel durch Projektwochen, AGs oder außerschulische Lernorte. Kinder und Jugendliche sollen früh lernen, dass Mitgefühl und Verantwortung zusammengehören.

Stadttauben tierschutzgerecht managen
Das aktuelle Taubenkonzept der Stadt lehnen wir ab. Es basiert weder auf belastbaren Daten noch auf tierschutzgerechten Lösungen. Stattdessen setzen wir auf betreute Taubenschläge nach dem Augsburger Modell: artgerechte Haltung, kontrollierte Vermehrung und geordnete Fütterung in Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen. Medikamente wie Ovistop lehnen wir ab, solange Risiken nicht abschließend geklärt sind. Die Stadt soll ihre Verantwortung wahrnehmen, nicht auf ehrenamtliche Strukturen verzichten oder riskante Experimente starten.

Böllerverbot auf sensiblen Flächen
Silvesterfeuerwerk verursacht Stress, Lärm, Verletzungen und Umweltverschmutzung. Wir fordern ein Böllerverbot auf sensiblen Plätzen, etwa in der Innenstadt, vor Tierheimen oder an Pflegeeinrichtungen. Die Stadt soll regelmäßig prüfen, wo Verbotszonen rechtlich möglich und sinnvoll sind. Öffentlichkeitsarbeit, Verzichtsaufrufe und alternative Feierformate wie Lichtshows sollen ebenfalls gestärkt werden.

Hundefreilaufflächen verbessern
Hunde brauchen Bewegung, aber es bedarf auch Rücksichtnahme auf andere. Wir setzen uns für eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Freilaufflächen ein: durch bessere Pflege, Ausstattung mit Wasserstellen und Sitzmöglichkeiten sowie durch klare Ausschilderung. Neue Flächen sollen dort entstehen, wo sie gebraucht werden – insbesondere in Neubaugebieten. Ehrenamtliche Pat*innen können helfen, Nutzungskonflikte zu vermeiden und Verantwortung zu stärken.

Tierpark bleibt kostenfrei
Der Tierpark Olderdissen bleibt ein zentraler Ort für Bildung, Begegnung und Naturerlebnis. Sein kostenloser Zugang muss dauerhaft gesichert bleiben – als Zeichen für eine offene Stadt, die Bildung und Tierwohl nicht voneinander trennt.

Unser Ziel
Tierschutz gehört ins Zentrum kommunaler Politik. Wir wollen eine Stadt, die Verantwortung für Mitgeschöpfe übernimmt, ehrenamtliches Engagement stärkt und konsequent für eine tierfreundliche Stadtentwicklung steht.